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Fernwanderwege Etappentour

Schluchtensteig Schwarzwald

(5) Fernwanderwege
  • Schwarzwaldhof in Lenzkirch
    / Schwarzwaldhof in Lenzkirch
    Foto: Hochschwarzwald Tourismus
  • Haslachschlucht
    / Haslachschlucht
    Foto: Hochschwarzwald Tourismus
  • Wutachschlucht
    / Wutachschlucht
    Foto: Hochschwarzwald Tourismus
  • Bildstein
    / Bildstein
    Foto: Hochschwarzwald Tourismus
Karte / Schluchtensteig Schwarzwald
600 900 1200 1500 m km 20 40 60 80 100
Wetter

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

Wandern auf 119 Kilometern quer durch den Naturpark Südschwarzwald vorbei an tosenden Wasserfällen  und durch dramatische Tallandschaften.

schwer
118,5 km
36:45 Std
3179 m
3291 m

Wasser rauscht, Gischt stäubt durch eine nass glänzende Klamm, zieht an grün bemoosten Felswänden lange, in der Sonne glitzernde Fäden und springt munter von Stufe zu Stufe talwärts. Wutachschlucht, Lotenbachklamm, Schleifenbachfälle, Haslachschlucht, Windbergwasserfall, Hohwehraschlucht und Wehratalschlucht sind Ziele für all jene, die es ans Wasser zieht, die gerne durch unergründliche Tobel steigen, dramatische Tallandschaften lieben, tosende Wasserfälle bestaunen wollen und sich für eine Woche aus dem Alltag ausklinken möchten.

outdooractive.com User
Autor
Sabrina Pfrengle
Aktualisierung: 06.12.2017

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
1147 m
342 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Ausrüstung

Gute, knöchelhohe Wanderschuhe, Regenschutz sind empfehlenswert.

Weitere Infos und Links

www.schluchtensteig.de

Schluchtensteig und Biergenuss

 

Start

Stühlingen Schloss Hohenlupfen (453 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.747527 N 8.451497 E
UTM
32T 458884 5288385

Ziel

Rathausplatz Wehr

Wegbeschreibung

1. Etappe: Stühlingen - Blumberg

Der Schluchtensteig beginnt in Stühlingen zu Füßen von Schloss Hohenlupfen. Der Startpunkt des Fernwanderwegs ist am Kronenplatz in der Unterstadt (zwischen Gasthof Krone und Katholischer Kirche). Dort beginnt auch die Markierung der 118 Kilometer langen Strecke. Hier haben wir Zeit für einen Blick ins Städtle oben am Bergfuß, dessen Altstadt nach habsburgischem Vorbild erbaut wurde, ehe es dann der Wutach folgend talaufwärts bis nach Weizen geht. Hier finden wir den Talbahnhof der berühmten "Sauschwänzlebahn". Ein Stück gehen wir bis Grimmelshofen an der Bahnlinie entlang und dann hinein in die Wutachschlucht (wegen Aufarbeitung des Sturmholzes der Tornadoschäden voraussichtlich bis 22.08. gesperrt, Umleitung ist ausgeschildert!).

Als schmaler, stellenweise durchaus ausgesetzter Pfad, schlängelt sich der Schluchtensteig durch fast senkrechte Felsflanken und zieht sich immer mal wieder um Felsnasen knickend, langsam bergauf. Hier können wir uns auf unsere Füße konzentrieren, bis wir den Aussichtspunkt Wutachflühen erreicht haben. Ein kurzer Tiefblick, durchschnaufen und auf geht's in Richtung Buchberg. Das kostet uns noch einmal ordentlich Puste auf dem Schlussanstieg zur Gipfelhütte. Oben öffnet sich uns ein herrliches Panorama auf die zurück liegenden Flühen und die Etappen der nächsten beiden Wandertage in der Wutachschlucht.

Wer über gute Kondition verfügt, kann die Etappe bis zur Wutachmühle verlängern (Etappenort Wutach-Ewattingen / Wanderbus Wutachschlucht).

2. Etappe: Blumberg - Schattenmühle

Treppen und kleine Leitern führen uns von Blumberg durch die kleine Schlucht des Schleifenbachs mit seinem Wasserfall zurück zur Wutach. In Achdorf erreichen wir die Wutach wieder. Wenn wir Zeit und Glück haben, können wir Biber bei ihrer Arbeit beobachten, oder sie zumindest hören. Hinter dem Sägewerk Wutachmühle ändert sich die Landschaft abrupt. An manchen Stellen bleibt für den Wanderweg nur noch ein schmaler Sims zwischen senkrechter Felswand und reißendem Fluss. Nun passieren wir den Wutachaustritt. Von rechts beim Kanadiersteg mündet die Gauchach in die Wutach. Hier bietet sich ein Abstecher in die wildromantische Gauchachschlucht bergwärts Richtung Bräunlingen-Döggingen (Bahnstation) an. Eine eindrucksvolle Landschaft begleitet uns auf dem Weg zur Schattenmühle (Bushaltestelle). Mit dem Linienbus geht es dann, je nach Quartierwahl nach Bonndorf oder Löffingen.

3. Etappe: Schattenmühle - Schluchsee Oberfischbach

Gleich zu Beginn lohnt sich ein Abstecher in die nahe Lotenbachklamm. Nur wenige Meter sind es von der Schattenmühle bis zum Klammeingang. Direkt an der Schattenmühle zieht der Schluchtensteig steil den Waldhang empor, führt dann ein ganzes Stück angenehm horizontal über dem Talgrund entlang und steigt kaum merklich zum nördlichen Talrand auf die Baar hoch. Kurzes Durchschnaufen inmitten wogender Kornfelder und Wiesen, ehe es wieder zurück zur Schlucht geht. Kaum können wir das Rauschen wieder hören, stehen die wenigen Reste des Räuberschlössle auf einem 80 Meter hohen Felsen direkt über einem der wildesten und eindrucksvollsten Schluchtabschnitte. Es gibt keinen besseren Rastplatz! Ein Steg führt über den mit viel Schwung einmündenden Rötenbach. Ein schmaler Bergpfad zieht ins Tal und macht neugierig – bis zum großen Wasserfall können wir schon einen Blick riskieren. Dann gehen wir weiter der Wutach folgend flussaufwärts. Lange Geröllriesen ziehen vom Hörnle bis in den Fluss, über Stock und Stein erreichen wir die Haslachmündung. Ein hoher Steg führt uns ein letztes Mal über die Wutach, dann wendet sich der Weg der Haslachklamm zu, klettert über den imposanten Rechenfelsen zum Hölllochfelsen und erreicht auf der Trasse der einstigen Haslachtalbahn bald darauf Lenzkirch. Durch das romantisch-stille Schwendetal ist es vom traditionsreichen Luftkurort nicht mehr weit ins Ziel nach Oberfischbach.

4. Etappe: Schluchsee Oberfischbach - St. Blasien

Vom bezaubernden Bergdörfchen Oberfischbach führt eine (fast) schluchtenfreie Etappe nach St. Blasien. Vom hoch aus den Tannen- und Fichtenwäldern ragenden Bildstein (1.134m), dem höchsten Wegabschnitt am Schluchtensteig, lassen wir einen weiten Blick vom Feldberg über den tiefblauen Schluchsee hinweg bis zu den Alpen schweifen. Im Zickzack gehen wir hinunter an den größten Schwarzwaldsee. Glück für alle, die jetzt Badezeug dabei haben! Dann taucht der Schluchtensteig wieder in dichte Wälder ein. Ein sehr verträumtes Bild bietet sich uns im Nachbarweiler Althütte, ehe wir immer merklicher bergab gehen. Kurz vor Etappenende kommt am Windberg-Wasserfall also doch noch der Schluchtenliebhaber auf seine Kosten. Riesig, völlig überdimensioniert steht der Dom St. Blasius inmitten der Wälder und Berge. Die gewaltige Kuppel gehört mit ihren 62 Metern Höhe und einer Spannweite von 36 Metern zu den größten Kirchenkuppeln Europas.

5. Etappe: St. Blasien - Todtmoos

Vom heilklimatischen Kneipp-Kurort St. Blasien im tiefen Tal der Alb will der hölzerne Aussichtsturm am 1.039 Meter hohen Lehenkopf erst einmal erreicht sein. Gut, dass am Lusthausfelsen noch einmal eine Gelegenheit zum Verschnaufen und Schauen in unserem Wegverlauf eingebaut ist. Weiche Waldpfade leiten uns vom Turm hinüber zu den ersten Weidfeldern von Urberg und Dachsberg. Einzelne Höfe stehen am Weg über Rüttewies und Horbach zum idyllischen Klosterweiher. Ein kurzer Anstieg leitet den Weg hinauf auf die Hochfläche und hinüber nach Ibach. Der schönste Blick über den Ort mit seinen Walmdachhöfen und dem nach Süden streichenden Hotzenwald bis auf die Alpen bietet sich uns von der kreuzgeschmückten Hügelkuppe über Ibach. Grasende Kühe stehen im wogenden Grasland am Weg zum Ibacher Kreuz. Steil zickzackt der Schluchtensteig in die Hohwehraschlucht hinab. Was sich so dramatisch anhört, entpuppt sich als romantische kleine Waldschlucht, die kaum Platz für Weg und Wehra lässt.

6. Etappe: Todtmoos - Wehr

Schlussakkord! Zuerst rechts der Wehra zieht sich der Schluchtensteig auf seiner sechsten Etappe über dem anfangs noch zahmen Tal nach Süden. Wir passieren den idyllischen Todtmooser Ortsteil Schwarzenbach, ehe der Wanderweg bei Au in den Talgrund zurückkehrt. Nachdem wir die Flussseite gewechselt haben, rücken die Talflanken dichter zusammen und werden steiler und felsiger. Bis zu 200 Meter hoch bauen sich die felsigen Bannwaldhänge über dem in der Tiefe schäumenden Fluss auf. Wieder wechseln wir die Seite, um nun wieder rechts der Wehratalschlucht Wehr anzusteuern. Immer wieder bieten sich Tiefblicke oder Aussichten auf die östliche Talseite. Allmählich verliert der Weg an Höhe, bis wir die Staumauer des Wehra-Stausees überqueren. Dann müssen wir nur noch am Fluss entlang zum Rathausplatz mit dem Alten und Neuen Schloss der Herren von Schönau locker auslaufen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Schluchtensteig lässt sich problemlos - auch in einzelnen Etappen - mit öffentlichen Verkehrsmitteln erwandern. Der östliche Abschnitt ist von "Sauschwänzlebahn" (Mai-Oktober), Ringzug-Strecke und Donautalbahn erschlossen. Zum nördlichen Teil gelangt man mit Höllentalbahn und Dreiseenbahn. In die Orte abseits der Bahnlinien fahren die Busse der Südbaden-Busgesellschaft. Schwarzwaldurlauber mit KONUS-Gästekarte haben freie Fahrt in Bus und Bahn. Wanderbus Schluchtensteig Fahrplan

Anfahrt

Über die A81 Stuttgart-Bodensee, Ausfahrt Donaueschingen, weiter auf der B27 Richtung Schaffhausen bis Abzweigung B314, dann Richtung Waldshut.

 

Über die A5 Karlsruhe-Basel, Ausfahrt Freiburg Mitte, weiter auf der B31 Richtung Donaueschingen, nach Titisee Abzweigung B317, Richtung Feldberg bis Abzweigung B315, dann Richtung Schaffhausen

Parken

Parkplätze in Stühlingen

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Stefan Strabelzi
15.07.2017
Eine sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderwoche, der ich gerne alle 5 Sterne gebe. Was man nicht braucht: Einen Wanderführer oder Karte, die Strecke ist hervorragend ausgeschildert. Wer etwas mehr Sicherheit möchte, sollte sich die einzelnen Etappen offline in die app laden. Was man unbedingt braucht: Mindestens 1,5 - 2 Liter Wasser für unterwegs. Es ist nicht auf jeder Etappe eine Möglichkeit zur Einkehr vorhanden, und mit dem Rucksack kommt man bei gutem Wetter ganz schön ins Schwitzen.
Bewertung
Gemacht am
01.07.2017

Bernd
30.06.2017
Weil ich gerade den Kommentar von Andreas lese. Ich bin den Steig auch Ende Mai 2016 mit meinem Papa (78 Jahre alt) gewandert und unsere letzte Station war auch zur Sonne in Wehr. Auf dem Steig selbst haben wir in den fünf Tagen alle vier Jahreszeiten durchlebt und ne Menge netter Leute kennen gelernt. Unter anderem ne Truppe aus der Gegend von Mannheim. Ich nenne sie mal Michi, Arndt, Andy und Holgi. Hat Sau viel Spaß gemacht und die Bewirtung auf der Strecke war wirklich gut. Wie immer ging die Zeit viel zu schnell rum, aber die Erinnerung bleiben. Genug sentimentaler Kram, geht ihn selbst 😉
Bewertung

Andreas Riedel
29.06.2017
Muss mich nochmal melden. Das Hotel heisst Landgasthof zur Sonne.Bedienung Service und das Essen haben 5 Sterne verdient.
Bewertung

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Keine aktuellen Bedingungen in der Umgebung gefunden.
Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
118,5 km
Dauer
36:45 Std
Aufstieg
3179 m
Abstieg
3291 m
Etappentour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights

Wetter Heute

Statistik

  • 6 Etappen

Qualitätswege Schluchtensteig Schwarzwald Etappe 1 von Stühlingen nach Blumberg

In den Wutachflühen
04.01.2012
Qualitätswege Qualitätswege • Schwarzwald
schwer Etappe 1
18,8 km
5:30 Std
505 m
263 m
von Klaus Nieke,  Landkreis Waldshut

Qualitätswege Schluchtensteig Schwarzwald Etappe 2 von Blumberg zur Schattenmühle

Schleifenbach Wasserfall
04.01.2012
Qualitätswege Qualitätswege • Schwarzwald
mittel Etappe 2
20,3 km
6:30 Std
414 m
460 m
(4)
von Klaus Nieke,  Landkreis Waldshut

Qualitätswege Schluchtensteig Etappe 3 von der Schattenmühle nach Fischbach-Schluchsee

04.01.2012
Qualitätswege Qualitätswege • Schwarzwald
schwer Etappe 3
18,5 km
6:00 Std
703 m
316 m
(1)
von Klaus Nieke,  Landkreis Waldshut

Qualitätswege Schluchtensteig Etappe 4 von Schluchsee-Fischbach nach St. Blasien

Am Bildsteinfelsen
04.01.2012
Qualitätswege Qualitätswege • Schwarzwald
mittel Etappe 4
20 km
6:30 Std
384 m
671 m
von Klaus Nieke,  Landkreis Waldshut

Qualitätswege Schluchtensteig Etappe 5 von St. Blasien nach Todtmoos

Dom St. Blasien
04.01.2012
Qualitätswege Qualitätswege • Hochschwarzwald
schwer Etappe 5
19,2 km
6:00 Std
590 m
541 m
(1)
von Klaus Nieke,  Landkreis Waldshut

Qualitätswege Schluchtensteig Etappe 6 von Todtmoos nach Wehr

Todtmoos Schwarzenbach
04.01.2012
Qualitätswege Qualitätswege • Schwarzwald
schwer Etappe 6
23,2 km
8:00 Std
484 m
937 m
(3)
von Klaus Nieke,  Landkreis Waldshut
: Std
 km
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