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Wanderungen

ParadiesTour Linach-Urach Runde

· 1 Bewertung · Wanderungen · Schwarzwald
Verantwortlich für diesen Inhalt
Rad- und WanderParadies Schwarzwald und Alb Verifizierter Partner 
  • Linachtalsperre Vöhrenbach
    / Linachtalsperre Vöhrenbach
    Foto: Stadt Vöhrenbach
  • / Blick zum Oberen Fahlenbach
    Foto: CC BY, Rad- und WanderParadies Schwarzwald und Alb
  • / Barocke Pfarrkirche Allerheiligen in Urach
    Foto: CC BY, Rad- und WanderParadies Schwarzwald und Alb
  • / Breg
    Foto: CC BY, Rad- und WanderParadies Schwarzwald und Alb
m 1200 1100 1000 900 800 700 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Kraftwerksgebäude Barocke Pfarrkirche Allerheiligen Urach Ruine Neufürstenberg Linachtalsperre Kraftwerksgebäude

Eine schöne, aber etwas anspruchsvollere Tour, die gleich zwei wundervoll idyllische Täler miteinander verbindet.

schwer
18,7 km
5:27 h
609 hm
609 hm

Autorentipp

Der Wasserkraftlehrpfad Kraftwerk-Talsperre ist ein lehrreicher und idyllischer Rundweg um den Linacher Stausee.

outdooractive.com User
Autor
Antje Benzing
Aktualisierung: 30.04.2019

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1088 m
Tiefster Punkt
750 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

Parkplatz Kohlbrücke/Unterlinach (771 m)
Koordinaten:
Geographisch
48.014616, 8.318970
UTM
32U 449212 5318149

Ziel

Parkplatz Kohlbrücke/Unterlinach

Wegbeschreibung

Startpunkt der großen Rundwanderung ist der Parkplatz bei der Kohlbrücke/Unterlinach. Nach ca. 100 m in südlicher Richtung verlassen wir den Bregtalweg nach rechts und folgen einem leicht ansteigenden Waldweg. Nur einige Meter entfernt steht das Kraftwerksgebäude der Linachtalsperre am Eingang des Linachtals. Weiter geht es auf einem schmalen Pfad am Waldrand entlang in Richtung Linach und Stausee. Entlang dieser Wegstrecke stehen Informationstafeln des Energielehrpfads, der ein Stück weit parallel zu unserer Tour verläuft. Nach längerer Wegstrecke gehen wir nach rechts – immer dem ParadiesTour Schild folgend. Wir gelangen zu einer Wegkreuzung; von dort gehen wir nach links auf einem leicht ansteigenden Weg bis zur nächsten Wegkreuzung und dann rechts, bis wir die Krone der imposanten Staumauer durch hohe Tannen schimmern sehen. Wir machen einen Abstecher auf die Dammkrone der Staumauer von der wir talabwärts einen wunderschönen Ausblick auf den Flusslauf der Linach haben und talaufwärts auf den herrlichen Stausee blicken.

Die Linachtalsperre, eine 25 m hohe und 143m breite Staumauer,  wurde in den Jahren 1922–1925 von der Stadt Vöhrenbach als erste Eisenbeton-Vielfachbogensperre zur Stromerzeugung erbaut. Finanziert wurde sie damals durch städtisches Notgeld und Holzverkäufe aus dem Stadtwald. Der Bau bot in jener prekären Inflationszeit an die 800 aus allen Herren Länder stammenden „Gastarbeitern“ Beschäftigung. Sie ist in Deutschland einzigartig und gilt als Baukulturdenkmal von nationaler und besonderer Bedeutung. Seit 2006/07 wieder durch großen Einsatz der Stadt u.a. mit öffentlichen und privaten  Finanzierungshilfen (bspw. dem Förderverein Linachtalsperre)saniert, liefert die Talsperre mit dem durch die Gedea Linach KG (Pächterin des Kraftwerks) sanierten Jugendstil-Kraftwerksgebäude mit Turbinen und dazu gehörigen Wasserkraftanlagen rund 1,3 Mio. kWh umweltfreundlichen Strom im Jahr. Der wieder aufgestaute See, der den strengen Anforderungen von Natur-, Landschaftsschutz und Wasserrecht unterliegt, ist mittlerweile zum Anziehungspunkt für Erholungssuchende sowie technisch und ökologisch Interessierte geworden.

Wir kehren von der Staumauer zurück auf die Wanderroute am Waldrand und folgen dann weiter talaufwärts am See entlang der offenen Linachtalaue.  Orientieren Sie sich dabei bitte an den Schildern des WanderParadieses. Die Tour führt auf naturbelassen Wegen und schönen Pfaden weiter über die Höhe des Linachtals durch einen urigen Wald ins Urachtal. Das Urachtal ist landschaftlich besonders reizvoll und durch typische Schwarzwaldhöfe geprägt. Es genießt weitgehend den Status eines Landschaftsschutzgebiets.

Im Ortskern befindet sich die barocke kath. Pfarrkirche  Allerheiligen. Sie ist besonders sehenswert. Die Kirche liegt inmitten einer talseits hoch aufragenden, mit Ecktürmchen und steiler, überdachter Treppe versehener Friedhofsmauer. Der Kirchenbau basiert auf romanischen Bauteilen; ihr Langhaus wurde im 14. Jahrhundert erbaut.  Aus dieser Zeit stammt auch die außergewöhnlich bemalte Tannenholzdecke.  1730–40 barockisierte man den Bau und versah ihn mit einem Zwiebelturm. Die Gesamtanlage steht unter Denkmalschutz.

Wir überqueren die Landstraße und das Flüsschen Urach und wandern auf die Höhen des Urachtals. Wer sich hier nochmal umdreht, hat einen herrlichen Blick auf das Dorf mit seiner Kirche. Bei guten  1100 Höhenmetern ist man beim Wendelsbühl auf dem höchsten Punkt der Tour. Auf naturnahem Weg geht es einige Kilometer durch den Wald bis man auf eine große grüne Freifläche umringt von Wald kommt. Dort geht es auf dem Sträßchen entlang des Fahlenbachs vorbei an mehreren Schwarzwaldhöfen, z.B. dem Oberen und Unteren Fahlenbacher Hof, der Höllmühle bis zum Dilgerhof. Beim Dilgerhof überqueren wir die Landstraße L 108, biegen links ab und folgen der ParadiesTour-Beschilderung die uns am Waldrand oberhalb der Wiese in den nächsten Ort führt – den Vöhrenbacher Stadtteil Hammereisenbach.

Hammereisenbach war ein fürstenbergischer Ort, in dem seit dem 16. Jh. ein Hammerwerk betrieben wurde und auf dessen Gemarkung bis zum Bauernkrieg in der Burg Neufürstenberg die herrschaftliche Verwaltung amtete. Die heutige Ruine Neufürstenberg, von der über dem Ortsteil noch die hohe und relativ seltene Schildmauer aufragt, ist ein beachtliches und gut zu erreichendes Ausflugsziel. Ebenso das unweit davon gelegene archäologische Denkmal „Krumpenschloss“, eine mysteriöse, noch nicht eindeutig zuschreibbare und datierbare, augenscheinlich aber sehr alte Wallanlage von etwa 100 m auf 80 m Durchmesser. Vermutet wird, dass es sich um ein keltisches Relikt handelt, eine Kultstätte oder Fluchtburg. Die Anlage liegt inmitten anderer, auf einander beziehbarer keltischen Anlagen.

Die Tour führt uns weiter durch den Ort hindurch mit einem kurzen Abstecher zur Ruine Neufürstenberg.  Auf einem Felssporn zwischen dem Donauzufluss  Breg und dem aus dem Seitental kommenden Flüsschen Hammerbach ragt die mittelalterliche Ruine. Der Aufstieg erfolgt unmittelbar nach der Bregbrücke und führt auf einem fünfminütigen Weg direkt zur hohen Schildmauer. Dahinter lag die Wohnung, vor Bewurf und Beschuss geschützt. Der Eingang zur Burg lag seitwärts. Ein zweiter Eingang führte über die steilen Felszacken; eine Leiterbrücke sicherte die Anlage vor unliebsamen Überraschungen.

Weiter geht unsere Tour auf dem ehemaligen Bahndamm, dem „Bregtalwanderweg“, und damit dem dritten schönen Tal entlang der Breg rund 2 km talaufwärts zum Ausgangspunkt am Parkplatz bei der Kohlbrücke.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

A 81 Stuttgart - Singen,  ab Ausfahrt Villingen-Schwenningen ca. 30 km

aus Richtung Freiburg B 31 und B 500

Parken

Parkplatz Kohlbrücke am Start/Ziel der Tour

 

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Festes Schuhwerk und angepasste Kleidung,  evtl. Wanderstöcke


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Bewertungen

3,0
(1)
Peter Daub
07.01.2020 · Community
Nachdem die Linach-Urach Runde ewig beim Rad- und Wanderparadies angekündigt war, war meine Vorfreude groß die Tour endlich zu laufen. Am Startpunkt steht die Streckenbeschreibung auch sehr gut sichtbar. Aber los gehts: Die große Enttäuschung, mit der Erfahrung fast alle Wanderparadiesrouten schon mal gelaufen zu sein: Die Beschilderung der "Linach-Urach Runde" - Strecke ist quantitativ/qualitativ praktisch nicht vorhanden. Für Ortsunkundige ist die Strecke so nicht empfehlenswert, da die Wälder in Linach und Urach auf den Höhen weitläufig und (natürlich auch zum Glück) unerschlossen sind. Das Schild "Linach-Urach-Runde" findet man nur vereinzelt. In den langen Waldpassagen wechseln sich die Standardmarkierungen der Wanderwege ab. Ohne einen Hinweis darauf zu geben, dass man auf der geplanten Runde ist. Direkt nach dem Linachstausee und im langen Waldstück vor dem einsam-romantischen Fahlenbach fehlen die Markierungen generell bzw. sind nur in großen Abständen vorhanden. An zwei Kreuzungen hängen Sie im Winkel von 45 Grad, sodass man zwingend Smartphone/Wanderkarte dabei haben muss, um zu prüfen, wo es lang geht. Die Strecke bietet natürlich Höhepunkte wie die Linachtalsperre, die Kirche in Urach sowie die wunderbare Einsamkeit des Fahlenbach, ist aber eher geprägt durch lange Waldpassagen und knackige Anstiege. Ein Stern Abzug für die Gemeinden, die ihre Wanderwege im Vergleich mit anderen Gemeinden/Routen für Ortsfremde wirklich mangelhaft beschildert haben. Für die Strecke an sich sind 4 von 5 Sternen die Wahl. Am Streckenverlauf gibt es sicher Optimierungspotential.
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Gemacht am 07.01.2020

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
18,7 km
Dauer
5:27h
Aufstieg
609 hm
Abstieg
609 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch

Statistik

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