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Wanderungen

Rundwanderung im Oberglottertal auf den Spuren des Urgrabens

Wanderungen · Schwarzwald
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Tourist Information Glottertal Verifizierter Partner 
  • Unterwegs auf dem historsichen Verlauf des Urgrabens.
    / Unterwegs auf dem historsichen Verlauf des Urgrabens.
    Foto: Bernhard Würzburger, © Tourist-Info Glottertal
Karte / Rundwanderung im Oberglottertal auf den Spuren des Urgrabens
300 450 600 750 900 m km 2 4 6 8 10 Panoramafreibad Glottertal Glottertal/Sonnenbühl Eichbergwald Rinzberg Unterm Fuchsfelsen Schlosswaldeck Heidelbeereckle Vogesenblick Am Luser Am Gullerbühl Gullerwald Überm/Hartererhof Birkles Kreuz

Am Kandelsüdhang kann man noch viele Spuren des mittelalterlichen Bergbaus entdecken. Diese Wanderung führt zu einigen davon.

mittel
10,6 km
3:34 h
345 hm
345 hm

Heute gilt Glottertal als Natur- und Schlemmer-Paradies. Doch im 13 Jhd. war es Standort für einen pulsierenden Bergbau. Zahlreiche (verschlossene) Stolleneingänge und ein mittelalterlicher Wassergraben zeugen davon. Diese Wanderung führt ein Stück auf dem sog. Urgraben, der im 13. Jhd. dazu diente, Wasser vom Osthang des Kandels für die Hebeanlagen in den Bergwerken herbeizuführen. An den felsigen Stellen am Gullerbühl lässt sich noch gut erkennen, wie der Kanal in den Fels gehauen wurde. Zu Beginn und am Ende belohnen schöne Ausblicke über das Tal. Gut zwei Drittel des Weges führen durch Wälder hinauf bis zum Luser und ab dort am Berg entlang bis in das Oberglottertal.

outdooractive.com User
Autor
Andrea Würzburger
Aktualisierung: 05.03.2018

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
687 m
Tiefster Punkt
341 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Der Urgraben - eines der bedeutendsten Denkmäler der Technikgeschichte in Europa

Die Blei-Silberbergwerke im Glottertal waren im Hochmittelalter die reichsten des Breisgaus. Sie gehörten den Herzögen von Zähringen und nach deren Aussterben den Grafen von Freiburg. Betrieben wurden die Bergwerke von reichen Patriziern aus Freiburg.

Wichtigstes Ereignis war die Erbauung eines sehr großen Wassergrabens, der 1284 auf eine Länge von 22 km ausgebaut wurde. Dieser „Urgraben“ genannte Hangkanal wurde vom oberen Zweribach über drei Wasserscheiden bin in das Glottertal und Suggental geführt. Das damit von der Ostseite des Kandels herbeigeschaffte Wasser diente zum Betrieb einer Wasserhebeanlage, der ersten, die in Mitteleuropa bekannt ist. In dem benachbarten Suggental wurden die Bergwerke 1288 durch ein Unwetter zerstört. Die Anlagen im Glottertal fielen einem Kriegszug im Jahre 1298 zum Opfer. Obwohl auch im 14. Jahrhundert noch Silber abgebaut wurde, war dieses bedeutende Kapitel der Geschichte bis vor Kurzem fast völlig vergessen.

Bei einer Wanderung entlang des ehemaligen Urgrabens sind Reste des Grabens und Bergbauspuren zu sehen.

Quelle: Andreas Haasis-Berner, Wasserkünste, Hangkanäle und Speicherbecken. Eine archäologisch-historische Untersuchung zum Wasserbau im Mittelalter am Beispiel des Urgrabens am Kandel im mittleren Schwarzwald (2001).

Ders., Gold und Silber lieb’ ich sehr. Die Geschichte des Bergbaus rund um den Kandel. Waldkircher Heimatbrief  Nr. 169, September 1998, 1-13.

Start

Parkplatz am Panorama-Freibad (341 m)
Koordinaten:
Geographisch
48.048890, 7.960889
UTM
32U 422560 5322256

Ziel

Parkplatz am Panorama-Freibad

Wegbeschreibung

Ab Parkplatz (350 m.ü.M.) geht es zunchst am Panorama-Freibad vorbei, dann oberhalb Gasthaus Sonne links zum Winzerpfad, am Sonnenbühl (356 m.ü.M., Infostele zum Bergbau) links hinauf in den Eichbergwald (440 m.ü.M.) – weiter auf dem breiten Eichbergweg mit schönen Ausblicken bis zum Rinzberg (468 m.ü.M.) und Unterm Fuchsfelsen (510 m.ü.M.) – dort rechts abbiegen zum Schlosswaldeck (495 m.ü.M.) nun wieder rechts abbiegen zum Heidelbeereckle (630 m.ü.M.) – dort rechts weiter zum Vogesenblick (605 m.ü.M., Infostele zum Bergbau) – links Richtung Am Luser (610 m.ü.M.) und Badwald (610 m.ü.M.) – hier links in den Pfad einbiegen zum Am Gullerbühl (597 m.ü.M.) und Gullerwald (592 m.ü.M.). Auf diesem Wegstück folgt man dem historischen Urgraben, einem mittelalterlichen Wasserkanal der von der Platte am Osthang des Kandels bis zu den Bergwerken in Glottertal und Suggental führte. An den felsigen Stellen am Gullerbühl lässt sich noch gut erkennen, wie der Kanal in den Fels gehauen wurde. Ab Gullerwald (592 m.ü.M.) geht es nun auf aussichtsreicher Strecke hinunter ins Tal über Überm Hartererhof (550 m.ü.M.) und Birkles Kreuz (413 m.ü.M.) bis zur Glotterrainbrücke (356 m.ü.M.) ab dort an der Talstraße entlang zurück zum Panorama-Freibad / Parkplatz.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Von Denzlingen oder St. Peter kommend: mit dem Linienbus 7205 bis Haltestelle Glottertal Sonne (von dort 150 m bis zum Parkplatz) Nächster Bahnhof: Denzlingen ca. 7 km - wochentags Busverbindung nach Denzlingen halbstündlich, am Wochenende stündlich.

Anfahrt

Auf der L 112 bis Parkplatz Panorama-Freibad.

Parken

Parkplatz Panorama-Freibad

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte "Glottertal mit Kandel und Umgebung", Maßstab: 1:25.000, erhältich in der Tourist-Information Glottertal

Preis: 4,50 €


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Thomas C.
15.04.2019 · Community
Eine sehr schöne und abwechselungsreiche Tour. Zu Anfange mit unangenehmer Steigung auf Asphalt, doch wenn man auf dem Kiesweg im Wald angekommen ist (ca.600m) beginnt es schön zu werden. Mein Tip: Um zum Schluss nicht an der Hauptstraße zu laufen, nach Ww. Gullerwald, beim nächsten Ww. nicht "Überm/Hartererhof" sondern Richtung Glotterbad folgen. So geht nam weiter im Wald ohne Verkehrslärm bis zum Glotterbad:-)
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Gemacht am 11.04.2019
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Schwierigkeit
mittel
Strecke
10,6 km
Dauer
3:34 h
Aufstieg
345 hm
Abstieg
345 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour kulturell / historisch

Statistik

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Höchster Punkt
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Tiefster Punkt
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